Der deutsche Michel reibt sich die Augen: Keines der Horrorszenarien, mit denen Merkels Einsperr-Gesetz begründet wurde, ist bisher auch nur annähernd eingetroffen. Es wird immer offensichtlicher: Die Menschen wurden mit Zweck-Panikstudien hinter die Fichte geführt und eingesperrt!

Mit einer schockierenden Prognose warnte das regierungsamtliche Robert Koch-Institut (RKI) im März vor einer angeblich bevorstehenden Explosion der Corona-Infektionszahlen nach Ostern. Die Sieben-Tage-Inzidenz könnte Berechnungen zufolge auf 350 steigen. Eine andere Panikstudie sagte sogar eine Inzidenz von 2.000 bei einer unveränderten Öffnung von Schulen und Kitas nach den Osterferien voraus. Die Zahlen kamen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wie gerufen, um ihr Einsperr-Gesetz durch Bundestag und Bundesrat zu peitschen.

Grund für die Verschärfung des sogenannten Infektionsschutzgesetzes (Bundes-Lockdown) war vor allem die Behauptung des RKI, dass sich die britische Corona-Mutante B.1.1.7 rasend schnell ausbreiten würde. Außerdem warnte ein »Wissenschaftsteam« um den »Mobilitätsforscher« Kai Nagel von der Technischen Universität (TU) Berlin vor einer dramatischen Entwicklung in der angeblichen dritten Corona-Welle. Demnach sollte die Sieben-Tage-Inzidenz im Mai 2021 weit über 2.000 liegen. SPD-Panikexperte Karl Lauterbach griff beide Prognosen begierig auf und warnte vor einer »massiven Zunahme der Covid-Toten und -Invaliden«.

Keines dieser Horrorszenarien ist bislang auch nur annähernd eingetroffen!

Die Politik reagierte schnell und warnte am 22. März 2021 beim Bund-Länder-Gipfel vor einer »Überlastung des Gesundheitswesens« im April. Mit einer »Osterruhe« wollte man »die Welle brechen«. Doch die Regelung kippte ein paar Tage später wieder. Nun wurde das sogenannte Infektionsschutzgesetz im Eiltempo passend gemacht: Die sogenannte Bundes-Notbremse sollte die Verbreitung des Virus eindämmen.

Das RKI als willfähriger Erfüllungsgehilfe

»Angst zu verbreiten scheint mittlerweile ein übliches Mittel zur Durchsetzung politischer Interessen zu sein«, kritisiert Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) laut ›Bild‹-Zeitung. Er wirft dem RKI vor, »willfähriger Erfüllungsgehilfe der Bundesregierung« zu sein, um die jeweils nächsten harten Maßnahmen pseudo-wissenschaftlich zu begründen.