Die AfD engagiert sich aus Sicht der Wähler am meisten gegen den radikalen Islam. Das ermittelte das renommierte Institut Allensbach. 43 Prozent der Menschen in Deutschland sagen demnach, dass die AfD die Partei ist, die am engagiertesten gegen den radikalen Islam vorgeht. CDU und CSU wurden nur von 21 Prozent der Befragten genannt, die anderen Parteien von weniger als zehn Prozent.

Der Soziologe Ruup Koopmans wertet die Umfrage als ein Armutszeugnis für die Altparteien. Die Meinung des deutschen Volkes werde von den Parteien nicht repräsentiert, stellte Koopmanns laut »Welt« fest.

Weitere Ergebnisse der Allensbach-Studie:

  • Nur fünf Prozent der Bevölkerung stimmen der Aussage zu, dass der Islam uneingeschränkt zu Deutschland gehöre. 45 Prozent sind sogar der Meinung, dass der Islam »grundsätzlich nicht« zu Deutschland gehöre.
  • 86 Prozent fordern, dass islamische Organisationen, die religiöse Gebote wie die Scharia über das Grundgesetz stellen, verboten werden sollten.
  • Zwei Drittel fordern, dass vom Ausland finanzierte Islam-Organisationen nicht das Recht haben sollten, an deutschen Schulen islamische Religion zu lehren.
  • Jeder vierte bis dritte Deutsche (28 Prozent) nimmt den Islam als Bedrohung wahr.
  • Drei von vier Befragten unterstützen ein generelles Verbot der Vollverschleierung. Mehr als jeder zweite Befragte (53 Prozent) befürwortet auch ein Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren.